DVB-T

DVB-T  - Das ÜberallFernsehen

Was ist eigentlich: Digitales Fernsehen?

Bisher wurden Fernsehbilder anlag übertragen. Vereinfacht bedeutet das, daß für einen hellen Bildpunkt eine große Spannung und für einen dunklen Bildpunkt eine niedrige Spannung übertragen wurde.

In Zukunft werden beim DVB-T (Digitales Video Broadcasting - Terrestrisch) die Helligkeits- und Farbwerte digital kodiert. D.H. statt eines Spannungswertes wird eben eine Zahl in digitale Form übertragen. Die Bilder (bzw. deren Punkte) werden also vor der Übertragung eine lange Zahlenreihen umgewandelt, dann übertragen und in Ihrem Empfänger wieder zusammen gesetzt.

Welche Vorteile bringt Ihnen DVB-T?

- Mehr Programme

Die Anzahl der Programme die mit einer einfachen Antenne zu empfangen sein wird wird im Dezember auf 19 ansteigen.

- Besserer Empfang, bessere Bildqualität

Zumindest in den Kerngebieten (Siehe Karte) werden Sie eine besseren Empfang mit besseren, schärferen Bildern haben. Bildrauschen und Reflexionen (Geisterbilder) gehören der Vergangenheit an.

Gerade die Sender der privaten Sendeanstalten (z. B. RTL und SAT 1)konnten über Antenne, regional unterschiedlich, bisher schlecht empfangen werden. Dank der Digitaltechnik werden nun auch die privaten Programme in gleicher Bild- und Tonqualität empfangbar sein, wie die öffentlich-rechtlichen Programme.

- Mehr Komfort beim Fernsehen

Der bekannte Teletext ist nicht mehr die einzige Textinformation auf dem Bildschirm. Jetzt sind zusätzliche Informationen zu den laufenden Sendungen und den folgenden Programmen sofort abrufbereit. Der Service heißt " EPG" (Elektronischer Programmführer) und bietet stets eine aktuelle Tagesübersicht des gewählten Senders. Aktueller ist keine Programmzeitschrift!

- Portabler und mobiler Empfang

Durch die geringe Störanfälligkeit der digitalen Übertragung reicht in den Kernversorgungsgebieten eine kleine Stabantenne aus. Fernsehen im Garten, auf der Terrasse, an jeder Stelle in der Wohnung und sogar im Auto wird möglich.

 

 Termine / Programme:

Startphase ab 4. Oktober
ARD,ZDF und hessen fernsehen können dann gleichzeitig  digital und - wie bisher - analog empfangen werden. Daneben werden Südwest RP, der Ereignis- und Dokumen-tationskanal Phoenix, das Kulturprogramm 3sat, der Kinder-kanal sowie der ZDFinfokanal und der ZDFdokukanal auf den Kanälen 57 und 22 digital ausgestrahlt. 3sat und ZDFinfokanal sowie KIKA und ZDFdokukanal teilen
sich je einen Programmplatz.

Die bisherige analoge terrestrische Ausstrahlung bleibt noch bis
6. Dezember 2004 erhalten. Mitder Abschaltung der analogen Programme Das Erste, ZDF und hessen fernsehen stehen dann die frei gewordenen  Kanäle 8, 34 und 54 für weitere Programmangebote über DVB-T zur Verfügung.
 

Insgesamt 23 Programmplätze
Nachderzeitigem Stand werden das die öffentlich-rechtlichen Programme arte, Bayerischer Rundfunk, Südwest RP und ein weiteres aus dem Programmpaket "ARD Digital" sein.
Zusätzlich werden die Programme der privaten Sender ProSieben, Sat.1, RTL, RTL2 und VOX zur Verfügung stehen. Weitere sieben Plätze stehen für private Anbieter zur Verfügung. Welche Sender das sein werden, steht derzeit noch nicht fest.

DVB-T-Kanalbelegung im Rhein-Main-Gebiet ab 4. Oktober 2004

Kanal

Sender

22

ZDF

 

Kinderkanal/ZDF dokukanal

 

ZDF infokanal/3sat

 

ZDFdigitext

57

Das Erste

 

hessen fernsehen

 

Südwest Fernsehen

 

Phoenix

DVB-T-Kanalbelegung im Rhein-Main-Gebiet ab 6. Dezember 2004

Kanal

Sender

8

Das Erste

 

Arte

 

Phoenix

 

MHP Datendienst

22

ZDF

 

Kinderkanal/ ZDF dokukanal

 

ZDF infokanal/ 3sat

 

MHP Datendienst

34

RTL

 

VOX

 

RTL II

 

Super RTL

54

SAT 1

 

PRO 7

 

N 24

 

Kabel 1

57

hessen Fernsehen

 

Südwest Fernsehen

 

Bayrisches Fernsehen

 

Eins Festival

64**

CNN

 

Eurosport

 

Rhein-Main-TV

 

Mediendienst

** spätestens im Frühjahr 2005
(boi/c't)

 

Empfangsgebiet:

Im Ballungsraum Rhein-Main ist es möglich, mit nur drei Sendern mehr als sechs Millionen Menschen digital über Antenne mit Fernsehprogrammen zu versorgen.

Die Senderstandorte Großer Feldberg im Taunus, Fernmelde-turm in Frankfurt sowie Hohe Wurzel bei Wiesbaden versorgen ein Gebiet, das von Gießen im Norden bis Mannheim / Ludwigs-hafen im Süden, von Bingen im Westen bis Aschaffenburg im Osten reicht.Das digitale Antennenfernsehen wird von allen Standorten jeweils über die Kanäle 8, 22, 34, 54, 57 und 64 ausgestrahlt.

Der untenstehende Kartenausschnitt zeigt in groben Zügen das Empfangsgebiet, in dem DVB-T in der Rhein-Main Region zu empfangen sein wird.

Dabei bedeuten:

Der helle (innere) Bereich: "indoor"-Empfang mit Zimmerantenne möglich
Der blassgrüne (mittlere) Bereich: "outdoor"-Empfang mit Stabantenne im Freien möglich
Der grüne (äußere) Bereich: Empfang mit Dachantenne möglich

 

Bekanntlich ist die Empfangsqualität davon abhängig, welche Antenne man verwendet. Während in der näheren Umgebung eines Sendemastes eine kleine Stabantenne bereits ausreicht, um die Programme auch innerhalb von Gebäuden empfangen zu können (sog. "portable indoor" Empfang), funktioniert der Empfang mit Stabantenne bei größerer Entfernung nur noch im Freien ("portable outdoor"). Bei noch größerer Entfernung, also am äußeren Rand des Empfangsgebietes, benötigt man dann doch wieder eine Dachantenne. In der oben stehenden Karte sind diese "Empfangsbereiche" durch unterschiedliche Intensität des Grün gekennzeichnet

 

Fragen und Antworten:

Was ändert sich für mich?

Mit der Einführung der digitalen TV Programme am 4. Oktober reduziert sich zunächst die Anzahl analog zu empfangenden TV- Programme.

Aber auch diese Programme werden nach der Übergangszeit am 6.12.2004 endgültig abgeschaltet.  Was bleibt ist ein dunkler Bildschirm! - Sprechen Sie also bitte rechtzeitig mit uns! - Dann kommen auch Sie in den Genuß von DVB-T (siehe “Vorteile DVB-T)


Kann ich meinen Fernseher weiter benutzen?

Generell: Ja, aber es muss die technische Voraussetzung geschaffen werden. Der Empfang von digitalen Signalen ist mit dem im Fernseher eingebauten Empfängern (Tuner) nicht möglich. Damit der Fernseher wieder empfangen kann, wird ein separater Receiver, auch Settop-Box genannt, benötigt. Dieser DVB Receiver ersetzt den im Fernsehen eingebauten Tuner. Angeschlossen wird der DVB-T Receiver über den Scart- oder Antennenanschluss TV-Gerätes.


Kann ich meinen Videorecorder auch weiterhin zur Aufnahme benutzen?

Generell: Ja, aber auch hier wird ein separater DVB-T Receiver benötigt, um unabhängig vom eingestellten Programm ein anderes Sendeprogramm aufnehmen zu können.


Jeder Fernseher / Videorecorder/ DVD-Recorder benötigt seinen eigenen DVB-T Receiver zum Digitalempfang

Alternativ, besonders wenn der Videorecorder schon etwas altersschwach ist, können Sie das Gerät durch eine Set-Top-Box mit eingebauter Festplatte ersetzen. Wir beraten Sie gerne über die vielen Vorteile. (Top-Qualität, einfache Bedienung, kein Bandsalat, keine Kassettenkosten)

Ist eine Computerfirma der richtige Ansprechpartner?

Wie weiter oben bereits erklärt handelt es sich bei DVB um eine digitale Übertragunstechnik, also genau der typische Bereich mit dem Computertechniker üblicherweise zu tun haben.

Auch der klassische Videorecorder wird bald von Festplatten und DVD-Brenner ersetzt werden. Alles Teile und Technologien mit denen wir seit Jahren umgehen.

Dazu kommt daß in unserem Betrieb auch ein ausgebildeter Radio- und Fernsehtechniker für Sie arbeitet.

 

Ist die Installation und Einstellung der Set-Top-Box kompliziert?

Eigentlich nicht. Sie wird einfach zwischen den vorhanden Antennenanschluß und Ihren Fernseher geschaltet und entsprechend auf die Sender abgestimmt. Der Schwierigkeitsgrad ist etwa mit der Bedienung einer Waschmaschine vergleichbar. (Das Handbuch sollte am aber schon mal lesen ;-))

Alle die die Box selbst anschließen wollen erhalten sie schon für  99,- € in unserm Ladengeschäft in der Frankfurter.- Str. / Ecke Friedensplatz. Trotz dem günstigen Preis können Sie selbstverständlich auf uns zurückgreifen falls es doch Fragen oder Probleme geben sollte.

 

Wenn Sie es bequem haben wollen, ordern Sie einfach unser All-In-DVB-T-Paket:

Für eine Pauschalpreis von 149,- Euro erhalten Sie:

  - DVB-T Set-Top-Box mit Fernbedienung, Anschlußkabel und dt. Anleitung

  - Anlieferung der Box zu Ihnen nach Hause

  - Überprüfung ob Ihre Antenne digitaltauglich ist

  - Einstellung der Box auf ihren Fernseher und auf die Sender

  - Ausführliche Erklärung der Funktionen.

 

Neue Geräte für "DVB-T: Das ÜberallFernsehen"

Wie in der Einführung erläutert , wird für die digitalen Programme  ein neues Empfangsgerät erforderlich.

In den meisten Fällen wird dies eine sogenannte "SetTop-Box" sein, d.h. ein Zusatzgerät, das - ähnlich wie ein Videorecorder oder ein heute üblicher Satellitenreceiver - entweder über die SCART-Buchse oder den Antenneneingang an den Fernseher angeschlossen wird. Der Fernsehapparat kann dann weiter für die Wiedergabe genutzt werden, Veränderungen sind dafür nicht erforderlich.

Darüber hinaus wird es natürlich auch neue Fernsehgeräte geben, die den digitalen Empfangsteil gleich eingebaut haben (IDTV = "Integrated Digital TV"). In einigen Fällen können auch vorhandene Fernsehgeräte, wenn sie technisch entsprechend vorbereitet sind, durch einen Nachrüstsatz des jeweiligen Her-stellers für
DVB-T: Das ÜberallFernsehen "fit" gemacht werden.

Ebensowird es in Kürze auch tragbare Empfänger geben, entweder wie ein Kofferradio mit eingebautem Bildschirm oder in Größe und Handhabung ähnlich wie ein LapTop. Für den Computerfreak gibt es darüber hinaus entsprechende PC-Karten und/oder USB-Geräte.

Fragen Sie uns einfach!

 

Nur für Technikfreaks:

 

DVB-T: Übertragungsstandard für das digitale ÜberallFernsehen

Die Abkürzung "DVB-T" steht für den internationalen Standard "Digital Video Broadcasting - Terrestrial" und kennzeichnet das über Antenne ausgestrahlte digitale Fernsehen, das "ÜberallFernsehen". Daneben gibt es noch die DVB-Verbreitung über Satellit (DVB-S) und Kabel (DVB-C).

Wie bei allen DVB Standards wird das Signal auch bei DVB-T nach MPEG-2 (Motion Pictures Experts Group, 2. Norm) übertragen, dem mittlerweile weltweit verwendeten Verfahren für die Digitalisierung von TV-Signalen. DVB transportiert die Information grundsätzlich in Form von gleich großen Daten-paketen nach dem "Container-Prinzip". Damit können gleichzeitig Fernsehsignale, Audiosignale und Zusatz-Daten zusammengefasst in einem MPEG Transport-strom übertragen werden. Da das verfügbare Frequenzspektrum begrenzt ist, werden die Signale vor der Übertragung reduziert und komprimiert, damit die zu übertragende Datenmenge, im Fachjargon: Datenrate, möglichst niedrig wird. Beim MPEG-2 Verfahren kann die Datenrate für ein Fernsehprogramm zwischen 2 MBit/s und 15 MBit/s eingestellt werden, je nachdem, welche Übertragungsqualität man erzielen möchte.

Für eine dem heutigen analogen PAL-Fernsehsignal gleichwertige Bildqualität werden bei digitaler Übertragung ca. 3 bis 5 MBit/s benötigt. Für die Übertragung von Bildern mit sehr hohem Bewegungsanteil, z.B. Sportübertragungen, muß eine größere Datenrate gewählt werden. Die MPEG-Codierung ermöglicht es, auf einem heute üblichen Übertragungskanal (7 bzw. 8 MHz Bandbreite) mehrere Fernsehprogramme und zusätzlich noch andere Dateninhalte zu senden.
 

Für DVB-T sind drei Modulationsverfahren festgelegt worden: QPSK, 16-QAM und 64-QAM. Sie erfüllen gemeinsam mit weiteren wählbaren Systemparametern unterschiedliche Anforderungen an Übertragung und Empfang. So kann z.B. der Schutz gegen Übertragungsfehler unterschiedlich hoch gewählt werden. Durch diese Flexibilität besteht die Möglichkeit, die Anzahl der auszustrahlenden Programme und die Empfangsart zu bestimmen, also z.B., ob mobil, portabel mit Stabantenne oder stationär empfangen werden soll.

DVB-T Sender arbeiten bei der Übertragung nach dem COFDM-Verfahren (Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex). Das wesentliche Prinzip dieses Verfahrens ist die Verteilung der Information auf viele, dicht nebeneinander liegende Trägerfrequenzen. Werden einzelne Träger auf dem Übertragungsweg gestört, kann im Empfangsgerät mit bestimmten Rechenverfahren eine Fehlerkorrektur durchgeführt werden, so daß der Zuschauer ein ungestörtes Bild erhält. Solche Störungen des Empfangs sind beispielsweise beim mobilen Empfang unvermeidbar (Abschattungen, Reflexionen, ...); hier benötigt man deshalb einen sehr hohen Fehlerschutz, um ein robustes Signal für eine störungsfreie Wiedergabe zur Verfügung zu stellen.

Das digitale System nutzt allerdings in bestimmten Grenzen solche "Störungen" sogar zur Verstärkung: dies gilt beispielsweise für die durch Reflexionen erzeugten Mehrwegesignale, die beim Analogempfang zu den bekannten Geisterbildern führen.

Ein weiterer Vorteil von DVB-T besteht in der Möglichkeit, auf einem Kanal mehrere Sendeanlagen an verschiedenen Standorten im sogenannten "Gleichwellenbetrieb" (Single Frequency Network, SFN) für die Ausstrahlung eines identischen Transportstroms zu betreiben. Damit wird im Vergleich zum heutigen analogen Sendebetrieb die Effektivität der Frequenznutzung wesentlich erhöht. Der Gleichwellenbetrieb bietet außerdem verbesserte Empfangsbedingungen im Versorgungsgebiet durch den entstehenden Netzgewinn.
 

 

Quellenachweis - Dankeschön

Wir danken der "Deutsche TV-Plattform" die uns freundlicherweise weite Teile der Grafiken und Informationen zur Veröffentlichung zur Verfügung stellte.

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